Im Norden der Region Basilikata und im südlichen Apennin ungefähr 150 km sowohl von Neapel als auch von Bari entfernt, auf der selben Breite erhebt sich das Bergmassiv Vulture.

Dieser Vulkan ist zum letzten Mal ungefähr vor 133.000 Jahren ausgebrochen und kann noch nicht für ausgelöscht gehalten werden.

Die Ausbruchstätigkeit hat das ganze Gebiet tief durch die Aschenablagerung gekennzeichnet, die sich mit ihrer Stabilisierung in Tuffstein verwandelt hat. Das spielt eine sehr wichtige Rolle: das Wasser von dem ausgiebigen Regen vom Herbst bis zum Spätfrühling zu absorbieren.

Das Wasser ist dann im Sommer vorrätig, wenn die Schauerneigung allmählich abnimmt bis es kein Wasser mehr vorhanden ist. Die Temperaturen erreichen oft die 40 °C und aus diesem Grund wird der Tuffwasservorrat lebenswichtig!

Die Bauern sagen, dass der Tuff die Pflanze „säugt“! Das ist ein sehr schöner Ausdruck, der an die Mutter erinnert, die ihren Sohn in den Schwierigkeiten unterstützt und ernährt!

Der Vulture, 1327 meter über dem Meeresspiegel hoch, ist der höchste Berg im Gebiet und spielt eine sehr wichtige Rolle mit Bezug auf das Klima.
Wenn die heißen und trockenen Luftströmungen, die mitten im Sommer aus Afrika herkommen,  schwierige Lebensbedingungen für die Pflanzen bewirken (man darf nicht vergessen, dass der Weinstock typisch von feuchten und sumpfigen Gebieten ist und möchte wie eine Liane wachsen!), schafft der Berg Bergwinde, indem er frischere Luft in der Nacht anlockt.

Die Temperaturschwankungen sind stark! Auch 10-20 Celsius Grad Unterschied! Diese Merkmale sind sehr gewöhnlich in den höchsten Gebieten (zwischen 350 und 500 Meter über dem Meeresspiegel) wie in Hohe Vulture.

In ganz Süditalien ist es das einzige Gebiet, das solche Merkmale besitzt! Nur hier kann der Aglianico del Vulture richtig reif werden und seine Tannine verfeinern, sonst werden sie später zu stark und bitter!

Pedoklimatische Merkmale

Italia

  1. Der Berg Vulture (Gipfel 1.327 m) und Hügelweinberge (350-500 m über dem Meeresspiegel)
  2. Heisse Luftströmungen aus Afrika: Regenmangel für ungefähr 2 Monate und hohe Temperaturen, die fast 40 °C erreichen.
  3. Temperaturschwankungen Tag/Nacht (auch 20 °C Unterschied!!)
  4. Vulkanischer Boden
  5. Vulkanischer Tuff, der die Pflanze "säugt"